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Das Rennrad im Originalzustand

Altes (vintage) Rennrad restaurieren – fit machen für die Tour

Ich kann ja nicht nur dem Mountainbiken etwas abgewinnen – auch Rennradfahren macht Spaß. Da ich aber schon genug Geld in mein Mountainbike stecke, wollte ich beim Rennrad sparen und habe mir günstig ein altes Rennrad aus den 80ern besorgt und restauriert, so dass es fit ist für Touren.

Wie findet man ein geeignetes Rennrad zum Restaurieren?

Wofür ist das Rennrad gedacht?

Grundsätzlich sind Rennräder natürlich für den sportlichen Einsatzzweck gedacht. Man sieht Rennräder, insbesondere ältere, aber immer häufiger auch als Stadtrad. Der Vintage- oder Retro-Look passt zum Zeitgeist. Grundsätzlich finde ich das klasse. Besser, als dass die Räder auf der Müllhalde landen oder in dunklen Kellern vor sich hin rosten.

Man sollte allerdings bedenken, dass Rennräder nicht unbedingt komfortabel sind – verglichen mit einem guten, modernen Stadtrad. Aber das ist vielleicht eine Gewöhnungsfrage. Viel entscheidender ist, dass alte Rennräder in der Regel eine Rahmenschaltung und nicht gut aus einer oberen, bequemeren Griffposition zu bedienende Bremsen haben. Das macht ein schnelles, sicheres Reagieren auf Gefahrensituationen im Straßenverkehr etwas schwieriger.
Wer viel über Kopfsteinpflaster fahren muss, oder bei nassem Wetter unterwegs ist, dem werden u. a. die Reifen negativ auffallen.

Dennoch kann ein altes Rennrad auch ein tolles Stadtrad sein. Ich fahre selber eins :)

Das Rennrad, welches ich hier restauriert habe, ist allerdings für den Sport gedacht. Dafür können „retro“ Rennräder super geeignet sein. Bei der Wahl des Rades muss man aber genau hinschauen, damit es den Belastungen bei sportlicher Verwendung Stand hält.

Worauf sollte man beim Kauf eines alten Rennrads achten?

Beim Kauf gilt es auf Einiges zu achten. Die folgende Aufzählung ist sicherlich nicht abschließend. Wenn ihr weitere Hinweise habt, gerne in die Kommentare.

  • Wenn ihr das Rad selber fahren wollt, achtet auf eine passende Rahmengröße. Alte Rahmen unterscheiden sich zum Teil in ihrer Geometrie von modernen Rahmen. Probefahren ist natürlich am besten.
  • Auch der Lenker sollte zu euch passen. In etwa schulterbreit ist hier ein guter Richtwert.
  • Die Bezeichnungen „vintage“,„retro“ o. ä. sind nicht automatisch mit guter Qualität gleichzusetzen. Ich habe so einige Beschreibungen gelesen, die einfach nur völlig an den Haaren herbeigezogen waren, was die Details zum Rad anging. Es werden viele Räder in dieser Kategorie angeboten, die eher aus den 90ern stammen und die man damals beim Discounter kaufen konnte.
  • Wenn ihr ein Rad gefunden habt, sucht im Netz nach dem Hersteller, dem konkreten Modell und macht euch schlau. Häufig findet man Infos zum Rad, zum Baujahr, zum Einsatzzweck, zu den Originalkomponenten etc.
  • Achtet auf die einzelnen Komponenten. Sind es noch die Originalteile? Ist das ein Gruppenmix oder eine reine Gruppe? Welche Qualität? Sind vielleicht besondere Komponenten verbaut? Das Rad unten hat zum Beispiel Schlauchreifen – hatte ich zuvor noch nie…
  • Wurde das Rad „verbastelt“? Sprich neu lackiert, Teile ausgetauscht o. ä. Das ist unter Umständen völlig ok, muss aber gut gemacht sein.
  • Was gibt es für Materialschäden? Alte Räder ganz ohne Schäden gibt es kaum. Aber die können entscheidend sein. Leichte Lackschäden? Kein Problem. Irreparabler Rahmenschaden? Vergesst das Rad – höchstens zum Ausschlachten.
  • Wenn ihr Reparaturen vornehmen müsst, stellt sich die Frage, ob ihr das richtige Werkzeug da habt. Bspw. hatte ich an einem Rad einen Esjot Schraubkranz dran – die Firma sagte mir gar nichts. Den Abzieher dafür findet man sogar im Internet nur sehr selten.
  • Was muss ersetzt werden? Selbst wenn die meisten Teile ok sind, muss in der Regel irgendwas gewechselt werden. Insbesondere Verschleißteile: Bremsbeläge, Züge, Mäntel, Schläuche, Kette… Auch das verursacht zusätzlich Kosten.

Restaurieren oder Umbauen?

Im Netz gehen die Meinungen dazu zum Teil sehr weit auseinander.

Sammlerstücke sollte man meiner Meinung nach nur restaurieren und möglichst wieder mit Originalteilen versehen oder diese erhalten. Die Qualität der alten Räder (Komponenten, Lackierung etc.) ist trotz des Alters teilweise sehr hoch.

Räder, die keinen nostalgischen Wert haben und damals schon billig/günstig waren, kann man meiner Meinung nach ohne Bedenken Umbauen; zum Fixie, Singlespeeder… Ich habe ein Billigrad aus den 90ern für die Stadt zum Singlespeeder umgebaut.

Dann gibt es sicherlich eine Zwischenkategorie: Es handelt sich um ein eher hochwertiges, altes Rad, aber kein Topmodell – so eines, wie weiter unten zu sehen ist. Ich habe mich dazu entschieden, Räder dieser Kategorie möglichst zu restaurieren und da, wo es Not tut, mit anderen Teilen zu ergänzen, damit es wieder fahrtüchtig ist. Diese neuen Teile sollten möglichst gut zum Stil passen.

Letztendlich kommt es auch darauf an, ob ihr das Rad nutzen möchtet, oder es nur für die „Vitrine“ ist. Letzteres wäre mir ja zu schade und ich glaube man wird den ursprünglichen Konstrukteuren mehr gerecht, wenn man ihr„Werk“ zu seinem Zweck einsetzt – also damit fährt. Wenn ihr es benutzt, muss es natürlich funktionieren und das kann bedeuten, dass ihr einige der Originalteile austauschen müsst. Wenn der Sattel bspw. zu kaputt ist oder partout nicht zu euch passt, dann muss eben ein anderer her.

Jetzt geht's los! Ein altes Rennrad restaurieren

Gegenstand dieser Restaurierung ist ein Rennrad aus meinem Geburtsjahr 1981 – zumindest laut dem Verkäufer. Ganz sicher kann ich das nicht sagen, aber ich behaupte, das immer so, weil es so schön klingt :)

Es handelt sich um ein Centurion LeMANS. Dieses Modell wurde von 1970 bis 1989 gefertigt und stetig verbessert. Ein wirklich langer Zeitraum für ein Fahrradmodell.

Eine erste Bestandsaufnahme

Das Wichtigste: Der Rahmen ist top in Schuss. Nichts ist verbogen und es gibt nur eine Roststelle. Natürlich gibt es die eine oder andere Macke, aber so ist das halt bei alten Rädern.

Alle Lager müssen demontiert und komplett neu gefettet werden, da sich bspw. die Kurbel nicht mehr wirklich gut bewegen lies. So wie das darin aussah, hat das seit der Erstmontage niemand mehr gemacht…

Die Züge und Zughülsen waren hinüber. Das Lenkerband war total abgegriffen. Die Lenkerstopfen waren angebrochen. Der Sattel hatte einen längeren Riss. Die Schlauchreifen waren sehr rissig.
Andere Verschleißteile, wie bspw. Kette, Kettenblätter, Ritzel oder Schaltröllchen, waren erstaunlich gut erhalten.

Da ich das Rennrad selber nutzen werde, musste ich noch die Pedale ersetzen. Die Originalpedale waren leider nicht mehr vorhanden und die verbauten passen nicht zu meinem Klicksystem.

Da ich das Rennrad natürlich vollständig zerlegen musste, habe ich alle Teile abgewogen – rein aus Interesse und zum Vergleich mit heutigen Komponenten.

  • 2500g Rahmen
  • 844g Gabel
  • 343g Lenker
  • 303g Vorbau

    inkl. allem

  • 77g Steuersatz
  • 91g Bremshebel

    pro Stück

  • 171g Bremse (hinten)
  • 160g Bremse (vorne)
  • 150g Innenlager (Achse)
  • 204g Kurbel (klein)
  • 319g Kurbel (groß)
  • 112g Kurbel (Rest)
  • 40g Kettenblatt (klein)
  • 76g Kettenblatt (groß)
  • 94g Umwerfer
  • 206g Schaltwerk
  • 321g Kette
  • 789g Vorderrad + Nabe
  • 82g Schnellspanner (vorne)
  • 1325g Hinterrad + Nabe + Kassette

    Mittlerweile musste ich auch die Kassette durch eine SunRace MFM20 ersetzen.

  • 102g Schnellspanner (hinten)
  • 282g Sattelstütze (alt)

    Die musste ich nach den ersten Fahrten ersetzen, da der neue Sattel auf der alten Sattelstütze nicht richtig hielt.

  • 220g Sattelstütze (neu)
  • 60g Lenkerband + Endkappen

    neu

  • 290g Sattel

    neu

  • 300g Schlauchreifen

    pro Stück, neu. Habe hier erst einmal günstige Continental Giro aufgezogen, aber später durch Continental Sprinter ersetzt, mit denen ich super zufrieden bin.

  • 15g Felgenklebeband

    pro Reifen, neu

  • 380g Pedale

    Paar, neu

  • Züge + Zughülsen

    neu, vergessen zu wiegen :)

Die Liste oben ergibt insgesamt 10,04kg, was gar nicht so weit weg ist vom tatsächlichen Wert. Vollständig zusammengebaut kommt das Rad nämlich auf ein Gewicht von 10,7kg.

Ich würde mal sagen, dass Rad ist ca. 3kg zu schwer für die Bezeichnung „in der Gewichtsklasse würde ich ein neues Rennrad kaufen“. Aber passt schon :)

Theoretisch könnte man natürlich auch noch tunen, aber das geht sehr schnell ins Geld.

Benötigtes Werkzeug und sonstiges Material

Hier kann es bei alten Rädern schon mal zu Überraschungen kommen. Ich habe mittlerweile so einiges an Werkzeug, aber manche Teile oder Hersteller gibt es heute nicht mehr und dann muss man entweder improvisieren, einen guten Radhändler vor Ort haben oder im Internet fündig werden.

Werkzeug

Schmiermittel, Pflege und Wartung

Bei allen Produkten immer darauf achten, ob es die Teile, Farben o. ä. angreift.

  • WD-40
  • Kettenöl
  • Kugellagerfett

    Z. B. für Kugel-, Rollen-, Wälz- und Gleitlager

  • Montagefett

    Z. B. für Sattelstützen, Einpresshülsen und -schalen Schraubgewinde. Ein Universalfett aus dem Baumarkt ist meistens ok

  • Lackreiniger
  • Nevr Dull

    Klasse, zum Aufpolieren von unlackierten Metallen

  • Nitro
  • Lappen, Bürsten, Schwämme…

Vollständige Demontage

Sicher muss man nicht unbedingt jedes Rad vollständig demontieren. Aber abhängig vom Zustand oder euren Ansprüchen, kann das sinnvoll sein. Mein Ziel war es alle Teile gründlich zu reinigen, neu zu schmieren, den Rahmen aufzuarbeiten usw. Das geht am besten, wenn man zunächst alles zerlegt.

Wie schon oben beschrieben, können es alte Räder in sich haben. Zwar kommt man mit einem günstigen Fahrrad-Werkzeugkoffer schon sehr weit und meiner hat mir hier gute Dienste erwiesen, aber an einigen Komponenten ist das darin enthaltene Werkzeug doch gescheitert. Bspw. hatte ich keinen passenden Zahnkranzabzieher für Suntour.

Die vollständige Demontage des Rennrades hat sich in jedem Fall gelohnt. Insbesondere die Lager waren total verdreckt und das Fett war nicht mehr geschmeidig, sondern überwiegend sogar komplett verhärtet und porös.

Nachdem das alte Rennrad vollständig zerlegt war, ging es an die Reinigung aller Komponenten, die ich weiterhin verwenden wollte.

Grundreinigung des Fahrradrahmens und Ausbesserung von Lackschäden

Den gröbsten Schmutz am Rahmen habe ich mit viel Wasser, Spüli und einem Schwamm entfernt. Grundsätzlich ist bei Beschriftungen, Aufklebern o. ä., die alten Fahrrädern ihre besondere Note verleihen, immer etwas Vorsicht geboten. Diese möchte ich möglichst erhalten. Daher lieber nicht zu fest schrubben oder mit harten Reinigern arbeiten.

Bei hartnäckigerem Schmutz, hilft übrigens WD-40 sehr gut. Das Zeug ist einfach zu allem zu gebrauchen :)

Kleinere Macken habe ich einfach drin gelassen. Dem Rennrad soll man die Jahre, die es auf dem Buckel hat ruhig ansehen.

Zum Glück, fand sich an dem Rahmen des Centurion nur an einer Stelle Rost, die hätte auf lange Sicht aber sicher Probleme gemacht. Die Stelle habe ich grob abgeschliffen und gesäubert und dann mit Rostumwandler behandelt. Hier muss man vorsichtig sein. Rostumwandler eignen sich nicht immer für solche Arbeiten und greifen teilweise Lacke o. ä. an. Immer die Gebrauchsanweisung beachten!

Jetzt musste ich die Stelle erneut lackieren. Ich habe bereits so einige Fahrräder komplett neu lackiert und dabei die besten Ergebnisse mit Autolacken erzielt. Etwas schwierig ist die Farbwahl. Wenn man auf Nummer sicher gehen möchte, kann man beim Lackierer eine Farbanalyse machen lassen. Die Stelle war aber recht klein und ich habe einen Auto-Lackstift in einem Rotton gefunden, der sich vom Original nur mit der Lupe unterscheiden lässt. Grundieren – Schleifen – Lackieren – Schleifen – Polieren – Fertig :)

Anschließend habe ich den gesamten Rahmen mit einem Auto-Lackreiniger bearbeitet. Wieder erst vorsichtig an einer unauffälligen Stelle testen. Anschließend habe ich das Ergebnis mit einem Mikrofasertuch poliert.

Jetzt sieht der Rahmen wieder richtig Klasse aus.

Reinigung aller Anbauteile

Die Reinigung der Anbauteile war eine recht mühselige Geschichte, aber ich wollte, dass alles wieder blitzt und strahlt und v. a. einwandfrei funktioniert. Ohne Quietschen und Knarren.

Dabei kamen zunächst wieder Wasser, Spüli und WD-40 zum Einsatz. Um sich das Leben leichter zu machen, kann man alle Teile einfach komplett mit WD-40 einsprühen und über Nacht in einer Wanne stehen lassen. Das löst viele Verunreinigungen von selbst.

Zum Teil musste ich auf Nitro zurückgreifen. Damit solltet ihr sehr vorsichtig umgehen, da es unter Umständen die Teile angreifen kann. Gummis lösen sich auf, Metall wird blind…

Zu guter Letzt habe ich alle Metallteile mit der Polierwatte von Nevr Dull poliert. Jetzt erstrahlen alle Teile wieder in altem Glanze. Sehr schön :)

Alles wieder zusammenbauen

Endlich ging es an den Aufbau.

Nach fest kommt ab

Auf modernen Fahrradkomponenten werden häufig die Drehmomente angegeben, die man beim Festziehen benutzen soll. Andernfalls findet man alles Wissenswerte in der Anleitung.

Bei alten Komponenten steht man vor einem Problem. Aufgedruckt war bei diesem Rennrad nirgends etwas und Anleitungen, die Anzugsdrehmomente angegeben hätten, fand ich nicht.

Was also tun? Ich habe mich grundsätzlich an den Drehmomenten moderner, ähnlicher Komponenten orientiert. Wenn ich das Gefühl hatte, etwas wird zu fest, habe ich es wieder leicht gelockert. Immer mit dem alten Spruch im Hinterkopf „Nach fest kommt ab.“.

Anschließend habe ich mit dem Rennrad eine kleine Testtour bei niedriger Geschwindigkeit gemacht. Einige Schrauben haben sich dabei wieder etwas gelockert. Also fester anziehen. Dies habe ich zweimal wiederholt.

Nach der ersten richtigen Rennradtour habe ich alles noch einmal geprüft.

Alles neu schmieren

Die Reinigung des Rahmens und der Komponenten hat nicht mehr viel Fett und Schmiere zurückgelassen. Daher musste jetzt alles gründlich neu geschmiert und geölt werden.

Im Wesentlichen habe ich hier mit vier Mitteln gearbeitet:

Schlauchreifen montieren

Beim Kauf war es mir gar nicht aufgefallen, dass das Rennrad Schlauchreifen besitzt. Bei diesen bildet der Reifenmantel eine geschlossenen Hülle, in welcher der Schlauch liegt. Mantel und Schlauch sind also im Prinzip ein Teil – zumindest aus Sicht der Montage.

Da der Teil zur Montage ausführlicher geworden ist, habe ich einen eigenen Beitrag darüber geschrieben, wie man einen Schlauchreifen beim Rennrad montiert.

Einstellen

Das Rennrad ist wieder vollständig aufgebaut. Zum Schluss müssen vor allem Schaltung und Bremsen justiert werden. Auch der Lenker muss jetzt passend zum Fahrer, in dem Fall mir, ausgerichtet und die Sattelposition muss ebenfalls eingestellt werden.

Kosten

Die Kosten können sich bei einem solchen Projekt erheblich unterscheiden. Vor allem diese drei Fragen solltet ihr euch stellen:

  • Was kostet das Rennrad?
  • Was habt ihr an Werkzeug, Pflegemitteln etc. da und was müsst ihr kaufen?
  • Was für Komponenten und Anbauteile müssen ersetzt werden?

Was kostet das Rennrad?

Gebt hier nicht zuviel aus. Vor allem dann nicht, wenn ihr euch über die Qualität des Rennrades nicht im Klaren seid. Es gibt zwar echte Klassiker, die viel Geld wert sein können, aber die sind selten. Und es folgen vermutlich noch einige weitere Kosten, die man zu Beginn nicht vollständig im Blick hat.

Was kosten Werkzeug, Pflegemitteln etc.?

Versucht hier eine grobe Aufstellung zu machen. Je mehr Werkzeug ihr schon habt, desto besser. Manches Werkzeug lässt sich durch etwas Einfallsreichtum (oder durch googeln) ersetzen.

Was für Komponenten und Anbauteile müssen ersetzt werden?

Verschleißteile müssen fast immer ersetzt werden:

  • Bremsbeläge
  • Züge
  • Mäntel
  • Schläuche
  • Kette
  • Lenkerband

Bei mir kamen noch ein neuer Sattel, eine neue Sattelstütze und neue Pedale hinzu.

Meine Kostenaufstellung

Da ich sehr viele Ersatzteile, Werkzeuge und Pflegemittel bereits besessen habe, beliefen sich die Kosten rein für das Rad und die Restaurierung insgesamt in etwa auf 120 Euro.

Dazu kam ein neuer Sattel für 69,90 Euro, zwei neue Schlauchreifen für je 15,95 Euro, ein Pedalsatz für 22,46 Euro.

Insgesamt etwa 245 Euro. Die Restaurierung eines alten Rennrades ist nicht automatisch ein günstiges Vergnügen. Außerdem musste ich die Dinge, die ich bereits hatte, auch irgendwann mal kaufen…
Natürlich sind 245 Euro nicht viel, wenn man betrachtet, dass ich jetzt ein vollfunktionsfähiges, qualitativ sehr gutes Rennrad habe das mir bisher viel Freude macht.

… Außerdem machte die Restaurierung viel Spaß :D

Das restaurierte Rennrad auf Tour

Kommentare

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  1. Patrick

    Hallo Olli,
    super Artikel! Ich habe vor ein paar Monaten genau das gleiche Rad in der gleichen Farbe gekauft und mache mich jetzt an ein paar Schönheitsreparaturen. Welchen Lackstift hast du denn für das Ausbessern der Farbe genommen?
    LG,
    Patrick

    28.08.2019, 07:08 Uhr
    • Olli

      Hi Patrick,

      hat leider etwas gedauert die Farbe wieder zu finden. Es handelt sich um ein Spray-Set von Auto K: VW/AUDI Laserrot, LY3H

      Der Farbton kommt bei mir ganz gut hin.

      Gruß
      Olli

      08.09.2019, 10:09 Uhr
  2. Lukas

    Hi, cooles Project.
    Ich besitze seit kurzen das gleiche Rennrad und wollte mal fragen wie du den Lenker vom Vorbau bekommen hast, da der Vorbau den Lenker ja komplett umschließt?

    28.06.2019, 07:06 Uhr
    • Olli

      Hi Lukas,

      du musst zunächst auf mindestens einer Seite Bremshebel und Lenkerband komplett entfernen und dann die Schraube am Vorbau lösen. Anschließend kannst du den Lenker aus dem Vorbau schieben. Dabei muss man den Lenker in der Regel immer mal ein wenig drehen.

      Gruß
      Olli

      28.06.2019, 07:06 Uhr
  3. Philipp

    Sehr schönes Fahrrad. Hätte eine Frage, welches Lenkerband hast du verwendet. Also welche Farbe und Hersteller.

    13.05.2019, 01:05 Uhr
  4. Alex. F.

    Bin jetzt erst auf den Bericht gestoßen. Schön geschrieben und schönes Bike. Ich hab letztes Jahr mein erstes Koga Miyata Road Speed restauriert. Jetzt bin ich gerade bei einem Koga Road Winner dabei. https://uploads.disquscdn.com/images/a2faa562fa8de69b5c3d16ffdf22cdd65d4053a343dde2ffd1df6f77d43e7035.jpg

    04.01.2018, 08:01 Uhr
    • Olli (mtb-ms.de)

      Das sieht doch sehr schick aus! ??
      Nutzt du das für den Sport oder für Stadt und Co.?

      Gruß
      Olli

      15.01.2018, 03:01 Uhr
    • Alex. F.

      Ich fahre damit meine regelmäßigen Touren. Aber erst wieder bei besserem Wetter. Jetzt ist MTB angesagt. Ist kein Citybike. Aber wirklich Sport mache ich damit nicht. Nur aus Spaß am Radfahren, um fit zu werden und damit das Gewicht runter geht. Hab erst letztes Jahr damit angefangen. Aber bis heute dran geblieben. Inzwischen gehört das Radfahren einfach dazu. Nach Möglichkeit 3 mal die Woche.

      15.01.2018, 06:01 Uhr
    • Olli (mtb-ms.de)

      Das klingt doch sehr gut! Und MTB ist über die Wintermonate definitiv die bessere Wahl ? Mein Rennrad schlummert auch zurzeit vor sich hin…

      16.01.2018, 05:01 Uhr
  5. Stephan M.

    Guter Tip mit dem Isolierband vorm abschneiden des Bowdenzugs.

    Ich kann aber auch einen Tip geben, bei kleinen Lackausbesserungen habe ich bei einigen Modellen Modellbaufarbe von Revell in PAL Tönen genommen preislich kostet ein 2,5g Döschen nicht viel und es reicht für die eine oder andere Macke bei Farbgleichheit aus.

    Man kann auch mehrere Farben passend abmischen.

    16.12.2017, 05:12 Uhr
    • Olli (mtb-ms.de)

      Hi Stephan,

      ja, ein sehr guter Tipp. Ich habe gerade sogar ein ganzes Rad, was sehr viele kleine Beschädigungen im Lack hatte, damit aufgearbeitet. Allerdings sind mir nicht alle Farbmischungen gut gelungen…

      Grüße
      Olli

      17.12.2017, 02:12 Uhr
  6. rollinger

    Fantastisch dokumentiert. Wie lange hast Du dafür gebraucht? Also für die Radüberholung :-)

    27.06.2017, 08:06 Uhr
    • Olli (mtb-ms.de)

      Dank dir! Bei dem Rad ging es sogar. Ein paar Tage, aber nur immer mal wieder nach Feierabend. Würde man locker an 1-2 Tagen schaffen, wenn man viel Zeit hat.

      Bei Rädern, wo ich deutlich mehr am Lack reparieren musste oder wichtige Komponenten kaputt waren, die schwer zu bekommen sind, hat der Prozess auch länger gedauert. Zuletzt habe ich bspw. ein Rad aufgearbeitet, da hat die Lackreparatur allein mehrere Tage (inkl. Trocknungszeiten) gedauert.

      28.06.2017, 04:06 Uhr
  7. LV Drschdl

    Hey Oli,
    nachdem ich nach etwa 3 Jahren mein erworbenes SIMONCINI Special Professional etwas runtergefahren habe, hab ich mich schließlich auch dazu entschlossen, das gute Stück neu zu lackieren (auch hier habe ich mich zu guten Teilen auf deine andere Anleitung gestützt) und restaurieren und wieder zu einer echten Augenweide zu machen.

    Da ich zuvor keine Ahnung von Fahrrädern hatte und mich etwas Hals über Kopf in das Projekt gestürzt habe, musste eine vernünftige Anleitung her, und siehe da, hier war ich gelandet!
    Das Fahrrad steht inzwischen kurz vor Abschluss und ich möchte mich an dieser Stelle bei dir bedanken für deine ausführliche und schlüssige Zusammenfassung! Natürlich musste ich auch viel Zeit für Eigenrecherche aufwenden, dein Kompendium hier war jedoch ein sehr guter, grundliegender Wegweiser.

    Ich wünsche dir auch weiterhin viel Spaß am Radsport und Bloggen und nochmals danke für deine Hilfe!

    Beste sportliche Grüße
    Lukas

    30.05.2017, 08:05 Uhr
  8. Philipp

    Hi Oli!
    Ich schreibe eigentlich nie Kommentare, aber dieses hast du dir wirklich verdient.
    Finde den Artikel richtig gut! Mach‘ weiter so :)
    Liebe Grüße und viel Erfolg weiterhin

    10.04.2017, 09:04 Uhr
    • Olli (mtb-ms.de)

      Hi Philipp,

      dann danke ich dir umso mehr für deinen netten Kommentar :)
      … und wünsche dir viel Erfolg beim Schrauben!

      Gruß
      Olli

      11.04.2017, 01:04 Uhr
  9. Flow Erner

    Herzlichen Dank für den schönen Artikel! Stehe gerade im Startblock zur Restaurierung meines eben erworbenen MERCIER anno 1976. Die Auflistung ist eine gute Checkliste/Bestätigung, ob ich alles bedacht habe. Nevr Dull und das Lagerfett hatte ich bspw bereits beschafft. Besonders gespannt bin ich auf die Demontage von Tretlager/Kurbel und Kasette. Mal schauen, was mir da entgegenkommt. Eine Frage zur Längung der Kette: Gelten hier andere Maße als für neue Räder? Oder kann man von den üblichen 120,5mm bei 10 Ösen ausgehen?

    06.02.2017, 07:02 Uhr
    • Olli (mtb-ms.de)

      Hey,
      sorry, hab deinen Kommentar völlig übersehen.
      Also bisher passten bei mir auf die Räder auch „moderne“ Standardketten. Ich wüßte zumindest nicht, dass sich hier die grundsätzlichen Längungen geändert hätten.

      Allerdings gibt es heute natürlich auch verschiedene Kettenbreiten. Ich würde das einfach mal an der alten Kette ausmessen.

      Aber vermutlich hast du eh schon die richtige Kette gefunden?

      Bei 120,5mm ist man bei Stahlkomponenten meines Wissens auch schon im Verschleißbereich.

      Gruß
      Olli

      08.03.2017, 04:03 Uhr