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Smartphone-Halterung am Mountainbike

Smartphone-Halterung und Zusatzakku am Mountainbike

Das Smartphone beim Mountainbiken im Blick zu haben ist praktisch. In unbekanntem Terrain kann man so zuvor geladene Routen nachfahren oder sein Leistung direkt verfolgen. Damit das klappt braucht man eine gute Halterung und am besten auch gleich eine Möglichkeit, das Handy mit Strom zu versorgen. Hier stelle ich euch meine aktuelle Lösung vor. Update: Mittlerweile haben sich zwei Halterungen bei Stürzen verabschiedet. Jetzt folgt die Dritte. Die Infos zu den Halterungen habe ich unten ergänzt.

Ich plane gerne zu Hause am Rechner meine Mountainbiketouren vor oder lade mir Strecken von anderen Fahrern von Portalen wie gpsies.com herunter. Anschließend übertrage ich diese auf mein Smartphone. Mit der App von runtastic bspw. kann man diese dann einigermaßen gut abfahren. Besonders praktisch, wenn man in einer unbekannten Gegend unterwegs ist. Viele Apps ermöglichen auch ein direktes Tracking der gefahrenen Strecke.

Insbesondere beim Routing muss man natürlich das Smartphone ständig im Blick haben, da keine mir bekannte App Sprachansagen beherrscht und man daher den Weg auf dem Display verfolgen muss. Dafür ist eine Smartphone-Halterung extrem praktisch.

Anforderungen an eine Smartphone-Halterung für das Mountainbiken

Zu diesem Zweck benötigt man eine gute Smartphone-Halterung für das Mountainbike, die meiner Meinung nach folgende Kriterien erfüllen sollte:

  • Sehr Robust
  • Bis zu einem gewissen Grad wasserfest. In jedem Fall Schutz vor leichtem Regen und Spritzwasser.
  • Sehr stabile Befestigung am Lenker und sicheres Einrasten der Hülle.
  • Gute Lesbarkeit des Displays durch die Hülle.
  • Bedienung des Smartphones durch die Hülle hindurch. Auch alle Hardwareschalter müssen erreichbar sein.
  • Anschluss eines Ladekabels, ohne, den Wasserschutz zu verlieren.
  • Einfaches Einlegen und Herausnehmen des Smartphones.
  • Idealerweise tauglich für verschiedene Smartphones.

Wo sollte man die Smartphone-Halterung am Mountainbike befestigen?

Bisher hatte ich meine Halterungen immer am Lenker. Da hat man leichten Zugriff, das Smartphone ist gut im Blick, man muss nicht zu weit runter schauen. Allerdings ist diese Position bei Stürzen, wie ich leidlich festgestellt habe, nicht optimal.

Vom Schutzfaktor ist es sicherlich besser, wenn man die Halterung am Vorbau oder sogar am Oberrohr befestigt. Das geht allerdings nicht mit allen Befestigungen. Entweder, weil diese sich nicht um 90 Grad drehen lassen oder weil sie einfach zu klein sind – gerade für das Oberrohr.
Nachteilig ist noch, dass man so weiter nach unten gucken muss, um das Display ablesen zu können.

Smartphone-Halterungen fürs Mountainbiken

BioLogic Bike Mount Fahrradhalterung

Mit der BioLogic Bike Mount Fahrradhalterung war ich lange Zeit recht zufrieden. Bei einem Sturz ist mir jetzt allerdings die Verbindung von Halterung und Case gebrochen. Wichtig: Das Smartphone hat es unbeschadet überlebt. Primärziel also durchaus erfüllt.

Vorteile:

  • Die Hülle ist sehr stabil und das Handy hat bisher alle Stürze darin einwandfrei überlebt. Auch die Verriegelung ist sehr solide.
  • Die Hülle ist wasserabweisend und hält problemlos leichtem Regen sowie Staub und Schmutz stand.
  • Das Smartphone lässt sich gut bedienen, alle Schalter sind zugänglich und das Display kann man gut lesen.
  • Anschluss von Datenkabel und Kopfhörern ist kein Problem.
  • Das Smartphone kann man schnell einlegen und wieder herausnehmen.
  • Es gibt die Hülle für verschiedene Smartphones. Bei meinem sind Adapter für das iPhone 4/4s und bei der ersten Version auch für das 3Gs dabei.

Nachteile:

  • Die größte Schwachstelle dieser Smartphone-Halterung ist meiner Meinung nach die Lenkerbefestigung. Das Problem dabei ist, dass bei dieser ein Plastikzug und eine Metallschraube aufeinandertreffen. Wenn man die Schraube ordentlich anziehen will, gibt der Plastikzug irgendwann nach oder wird beschädigt.
    Das Ganze hält aber dennoch ganz passabel – insbesondere an geraden Lenkerstücken. Nur wenn es ordentlich rüttelt – soll ja vorkommen beim Mountainbiken – kann sich die Befestigung lösen. Ist aber nur bedingt schlimm, denn die Halterung fällt nicht ab, sondern baumelt nur am Lenker rum. Da kann nicht so wirklich viel passieren.
    Es gibt hier übrigens noch eine andere Befestigung, die eigentlich für Motorräder gedacht ist und extra gekauft werden muss.
  • Die Sichtscheibe könnte etwas dicker ausfallen, bzw. stabiler an der Hülle befestigt sein. Da sollte man nicht versehentlich mit Gewalt drauf drücken.

Preis-/Leistungsverhältnis ist voll in Ordnung. Um die Befestigung zu verbessern, kann man natürlich noch auf handwerkliche Lösungen zurückgreifen: Kabelbinder, Heißkleber, Rohrschelle…

Repariert

Bei einem Sturz ist mir die Halterung an der Befestigung zum Case abgebrochen. Zunächst habe ich mir unten genannte Halterung von Arendo als Ersatz gekauft. Nachdem auch diese das Zeitliche gesegnet hatte, habe ich die BioLogic repariert.

Die Bruchstelle habe ich mit 2K-Plastikkleber geklebt. Um mehr Stabilität zu erhalten, habe ich die gesamte Auflagefläche festgeklebt. Hier konnte man die Halterung ursprünglich um 90 Grad drehen, was ich aber nie benutzt habe. So hält es wieder ordentlich.

Da die Halterung am Lenker nicht optimal ist, habe ich diese ein wenig umgebaut, so dass die Halterung jetzt auf dem Vorbau sitzt. Hier ein paar Bilder:

Arendo Fahrradhalterung für Apple iPhone

Nachdem die erste Halterung hinüber war, habe ich als nächstes die Arendo Fahrradhalterung ausprobiert. Auch die ist erst einmal grundsätzlich in Ordnung gewesen.

Vorteile:

  • Wasserabweisend. Beworben wird sie als wasserdicht, aber in einen Pool würde ich diese Smartphone-Halterung dennoch nicht halten. Aber starker Regen ist kein Problem.
  • Die Lenkerbefestigung ist sehr stabil und verrutscht in keiner Weise, da man diese mit zwei Schrauben sicher fixieren kann.
  • Der Kugelkopf ist praktisch. Man kann das Smartphone immer passend einstellen.

Nachteile:

  • Die Lenkerbefestigung ist sehr klobig.
  • Die Verbindung aus Lenkerklemme und Kugelkopf ist sehr dünn und auch letztendlich abgebrochen.
  • Der Schließmechanismus der Hülle ist mangelhaft. Beim letzten Sturz – den die Hülle auch nicht überlebt hat – hat sich dieses geöffnet und das Handy lag im Dreck.
  • Die Displayfolie ist sehr dünn und schmiegt sich auch nicht besonders gut an das Display des Smartphones an. Dennoch kann man das Smartphone ganz gut bedienen.

Für normales Fahrradfahren kann man die Hülle dennoch empfehlen. Beim Downhill ist die Gefahr dann doch zu groß, dass die Hülle einen Sturz nicht überlebt.

Das Ganze lässt sich auch nicht mehr reparieren. Die Verbindung ist so dünn und hält mit entsprechendem 2K-Plastikkleber auch nicht mehr zuverlässig.

LifeProof Lenkerhalterung und Schutzhülle

Ich habe noch den Tipp bekommen, die Halterungen und Hüllen von LifeProof auszuprobieren. Hier findet man auch für unterschiedliche Smartphonemodelle unterschiedliche Ausführungen. Halterung und Hülle muss/kann man separat kaufen.

Was erst einmal ganz praktisch klingt: Es gibt eine Universal Halterung für alle Smartphones. Wenn man also das Modell wechselt, muss man nur die Hülle neu kaufen. Allerdings habe ich noch meine Zweifel, was die Stabilität des Mechanismus angeht. Muss man mal testen.

Preislich unterscheiden sich die Hüllen auch stark von den anderen beiden. Für ein iPhone 5/5S kommen hier knapp 100 Euro zusammen. Dafür kann man sich 3-4 von den anderen Hüllen kaufen.
Ich bin noch unsicher, ob ich das investieren möchte.

Smartphonehülle mit Klettband befestigen

Ich bekam noch einen weiteren guten Tipp: Eine normale Smartphonehülle (sollte dennoch wasser- und stoßfest sein) mit Klettband am Oberrohr befestigen.

Ihr besorgt euch eine entsprechend robuste, geschlossene Hülle. Diese muss, bzw. sollte keine Halterung sondern eine glatte Rückseite haben. Dann besorgt ihr euch entsprechend breites und langes Klettband. Eine Seite befestigt ihr mit Sekundenkleber und ggf. mit stabilem Nähgarn an der Hülle. Die andere Seite kommt entweder direkt auf den Rahmen (sofern dieser entsprechend breit ist und ihr das auch wollt…) oder auf eine separate kleine Platte, die dann mittels Kabelbindern o. ä. am Rahmen befestigt wird.

Wenn die Reparatur der BioLogic nicht hält, wird das meine nächste Lösung.

Der Akku ist beim Routing immer schnell leer - Ein Zusatzakku sorgt für Abhilfe

Leider ziehen alle Routingaktivitäten immer sehr viel Akku. Vor allem, wenn man das Display anhaben muss und viel mit der App interagiert, weil man den Weg nicht kennt.

Für solche Fälle hatte ich schon lange einen USB-Zusatzakku im Bikerucksack dabei. Damit das Handy bei der Fahrt zu laden war aber eher schwierig.

Jetzt habe ich neulich bei einem anderen Biker eine recht simple Lösung gesehen, die ich erst einmal – zumindest ähnlich – nachgebaut habe: Der Zusatzakku wird einfach am Rahmen in der Nähe der Smartphone-Halterung montiert.

Mein alter Akku eignete sich dafür nur bedingt aufgrund seiner Form. Jetzt habe ich mir den Anker PowerCore+ Mini 3350mAh zugelegt. Etwas stärker ist der Anker PowerCore+ Mini 5000mAh, aber der passt nicht in die Halterung (siehe unten)

Dazu habe ich mir noch ein sehr kurzes Datenkabel für mein iPhone besorgt, damit man keinen Kabelsalat am Lenker hat.

Die Akku-Befestigung

Der Rest zur Befestigung lag noch im Keller.

Da dazu immer mal wieder Fragen kamen: Es handelt sich hierbei um eine Halterung einer Mini-Fahrradpumpe. Das Modell habe ich noch einmal rausgesucht: SKS Cross-Grip Multiposition Clip.
Zur Befestigung am Rahmen habe ich allerdings Kabelbinder genommen. Da diese Befestigung wenig flexibel ist, muss der Akku natürlich direkt passen. Mit dem oben genannten Akku zusammen passte es bei mir auf jeden Fall sehr gut.

Hier ein paar Bilder, wie der erste Prototyp aussieht. Getestet wird wurde am Wochenende… Hat sich hervorragend bewährt bisher. Egal wie ruppig der Trail war. Man kann auch einfach noch ein stabiles Gummiband um die Haken der Befestigung machen, dann kann gar nichts mehr schief gehen.

Wenn ihr Anregungen oder ähnliche Lösungen habt, ab damit in die Kommentare – würde mich sehr interessieren.

Kommentare

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  1. Carsten

    Hallo Olli,
    auch auf die Gefahr hin, dass es für Dich nach 3 Jahren keine wirkliche Neuigkeit ist: Mit der App von Komoot kannst Du Dich super auf Deinen Touren per Ansagen leiten lassen. Ich habe sie vor einigen Wochen entdeckt. Die Anweisungen haben ihre Aussetzer (manchmal sagen sie links, obwohl es rechts geht), aber grundsätzlich nutze ich die App viel und gerne. Das ganze ist fürs Testen erstmal kostenlos für eine Region Deiner Wahl. Das Planen von Touren finde ich auch sehr komfortabel. Du findest deren Portal unter http://www.komoot.de.
    Viele Grüße
    Carsten

    21.09.2017, 08:09 Uhr
    • Olli (mtb-ms.de)

      Hi Carsten,

      die App kenne ich. Aber ich wusste nicht, dass es dort mittlerweile ein Routing per Sprachansagen gibt. Guter Tipp, danke!
      Werde ich bei nächster Gelegenheit mal testen. Ich hab zwar mittlerweile wieder eine brauchbare Halterung für den Lenker, aber beim Fahren möchte man ja nicht ständig nach unten gucken.

      Gruß
      Olli

      11.10.2017, 02:10 Uhr
  2. Atomaffe

    Ich bin von der Handy-Navigation inzwischen wieder komplett weg.
    Das Akku-Problem ist einfach, auch mit guten Lösungen, nie wirklich zufriedenstellend gelöst und trotz guter Halterungen bleibt immer die Gefahr sein Handy bei einem Sturz in die ewigen Jagdgründe zu befördern.
    Das Handy habe ich im Rucksack dabei, wenn nötig auch mit Zusatzakku (den man aber eigentlich nicht braucht, da das Display die meiste Zeit aus ist) und auf dem Lenker steckt ein Outddor-Navi (bei mir ein Falk Lux).

    16.02.2015, 10:02 Uhr
    • oliverliebsch

      Ich hab auch schon mal über ein „richtiges“ Navi nachgedacht. Die Navi mit den üblichen Apps beim Smartphone ist auch nicht wirklich optimal. Bist du mit dem Falk Lux zufrieden? Wie sieht das v.a. beim Abbiegen aus? Da hat meine App immer mal wieder das Problem, dass man nicht genau erkennen kann, wo es wirklich weitergeht. Stellt man dann nach ein paar Metern fest…

      17.02.2015, 09:02 Uhr
    • Michael Pe

      Ich bin zufrieden, aber ich denke es kommt stark auf die individuellen Bedürfnisse an. Ich fahre meist ohne Abbiegehinweise und halte ein Auge auf die Karte, kann das von daher schlecht einschätzen. Wirkliche Navigatin verwende ich eigentlich nur wenn ich mich richtig verfranst habe oder tatsächlich irgendwo (Adresse) hin möchte.
      Ich brauche im Prinzip nur 2 Funktionen, das ist das Einblenden des GPX-Track dem ich folgen möchte und das Aufzeichnen des Tracks den ich fahre.

      17.02.2015, 11:02 Uhr
    • oliverliebsch

      Ok, dank dir.

      17.02.2015, 04:02 Uhr