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Camping-Urlaub mit dem MTB

Mountainbiken im Camping-Urlaub mit Wohnmobil

Stories
Freitag, 20. Oktober 2017, 8:50 Uhr
Bei unseren Camping-Urlauben mit dem Bulli wollte ich nicht auf's Mountainbiken verzichten. Hier ein paar Tipps, wie der Urlaub mit eigenem Bike gelingt.

In der schönsten Zeit des Jahres – im Urlaub 😁 – möchte ich möglichst nicht auf meine Hobbys verzichten. Damit auch nicht auf’s Mountainbiken. Naja, außer im Skiurlaub…

Grundsätzlich gibt es da zwei Möglichkeiten:

  1. Ihr leiht euch Bike und ggf. weiteres Equipment vor Ort aus oder
  2. ihr nehmt das Material selber mit.

Leihen kostet natürlich Geld 💰, zum Teil nicht gerade wenig. Zudem ist man darauf angewiesen, dass es überhaupt die Möglichkeit dazu gibt, dass das Leihmaterial vernünftig und nicht verliehen ist. Ich habe da sehr unterschiedliche Erfahrungen gemacht.

Wer sein eigenes Mountainbike – gilt natürlich genauso für Trekking- oder Rennräder – mitnehmen möchte, braucht vor allem eins: Platz. Dafür kann man dann aber immer und überall drauflos biken.

In den letzten Jahren waren wir im Sommer oft campen mit dem Wohnmobil (Bulli 🚐 😍). Daher hatten wir genug Platz, um neben dem Equipment, wie bspw. Helm, Schuhen und Bike-Klamotten, auch die Räder mitzunehmen.

Ein paar Dinge habe ich dabei in jedem Camping-Urlaub gelernt.

Fahrräder mit dem Bulli transportieren

Wir hatten insgesamt drei Räder dabei: ein MTB, ein Trekkingrad und ein Laufrad 😁. Zum Transport boten sich zwei Optionen: Im Innern des Bullis oder außen.

Im Wohnmobil

Innen hätte den Vorteil, dass die Räder dort trocken und sicher stehen. Aber bei der Größe von unserem Bulli war das nicht möglich, denn innen wäre mit zwei großen Rädern alles komplett voll. Außerdem hat dies den Nachteil, dass wir bei jedem Stop immer erst einmal alle Räder ausräumen müssten.

Mit Fahrradträger

Wir haben an der Hecktür einen Fahrradträger, mit dem wir unsere Bikes transportiert haben. Das ist einerseits praktisch, da die Räder dort nicht im Weg stehen und bei Bedarf schnell bereit sind. Andererseits ergibt sich dadurch ein gewisses Sicherheitsrisiko (siehe unten).

Achtet darauf, dass sowohl der Fahrradträger selbst als auch die Räder gut befestigt sind. Schließlich fahrt ihr vermutlich längere Strecken. Zurrgurte und Schlösser sind hier eine gute Option.

Denkt bitte daran, dass ihr das Ganze in gewissen Ländern ggf. mit einer Warntafel sichern müsst. Werden Beleuchtung oder Nummernschild verdeckt, sind ebenfalls Vorkehrungen zu treffen. Dass sollte aber bei einem guten Gepäckträger im Handbuch nachzulesen sein.

Beim Anbringen der Räder ist es manchmal hilfreich, wenn man jedes Fahrrad entgegengesetzt dem vorherigen stellt. Hilfreich kann es weiterhin sein, wenn man den Lenker quer stellt oder den Sattel in der Höhe verstellt oder gleich ganz entfernt.

Bei meinem normalen PKW nutze ich übrigens ebenfalls einen Fahrradträger. Hier von Thule für die Heckklappe, zu dem ich einen Erfahrungsbericht geschrieben habe.

Diebstahl vorbeugen

Mit dem Thema Fahrraddiebstahl möchte man sich natürlich nicht im Urlaub rumschlagen. Ganz ausschließen kann man es nie, aber ein paar Vorkehrungen helfen unter Umständen, einen Diebstahl zu vermeiden.

Beim Transport

Beim Transport der Räder habe ich zunächst einmal sichergestellt, dass der Fahrradträger selbst sicher (Schlösser) mit dem Fahrzeug verbunden ist. Zudem habe ich die Fahrräder selbst mit verschiedenen, guten Schlössern am Fahrradträger gesichert.

Wichtig ist, dass ihr Teile, die man schnell demontieren kann, ebenfalls sichert oder gleich entfernt. Bspw. Laufräder mit Schnellspannern oder Sättel.

Auf dem Campingplatz

In Foren liest man durchaus viel über Diebstähle auf Campingplätzen. Ich habe unsere Räder auf dem Campingplatz meist immer am Wohnmobil selbst angeschlossen und wie oben beschrieben mit Schlössern gesichert.

In jedem Fall sollte man die Bikes immer an festen Gegenständen anschließen. So können sie nicht einfach weggetragen werden, während man gerade nichts ahnend im Meer badet.

Auf Tour

Auf Touren selbst lasse ich mein Mountainbike eigentlich nie aus den Augen. Wer doch mal einen Stop plant, sollte auch hier ein Schloss dabei haben und sich ebenfalls einen festen Anschlusspunkt suchen. Und das am besten an einer belebten Stelle.

Das alles kann dennoch nicht gänzlich verhindern, dass es doch einmal zu einem Diebstahl kommt oder sogar nur einzelne Anbauteile entwendet werden. Aber das bringt mich zum nächsten Thema: Versicherung.

Versichert?

Wir haben in unserer Hausratversicherung eine Fahrradversicherung inkludiert. Das ist in Münster auch notwendig 😉. Wer keine hat, sollte im Urlaub darüber nachdenken. Und selbst wenn ihr eine habt, solltet ihr prüfen, ob diese auch im Ausland gilt und unter welchen Umständen eine Zahlung ggf. verweigert wird. Hier gibt es die abenteuerlichsten Klauseln.

Werkzeug und Ersatzteile to go

Hach, noch so ein Thema. Dabei will ich doch einfach nur im Urlaub biken gehen 😅.

Immer geht etwas kaputt…

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es eine sehr gute Idee ist, wenn man das wichtigste Werkzeug und die typischen Ersatzteile dabei hat. Vor allem wenn der Platz vorhanden ist. Zu Hause gibt es unzählige Bike-Shops und auch online ist schnell Ersatz beschafft, aber unterwegs ist man ggf. aufgeschmissen.

Daher habe ich neben der üblichen MTB-Ausrüstung für Touren immer einiges an Werkzeug dabei. Und vom Platten bis zur kompletten Bremsanlagenentlüftung habe ich im Urlaub auch schon alles gemacht.

Auch auf die Gefahr hin, dass mich jemand für verrückt erklärt 😉, aber hier mal meine Packliste vom letzten Sommer in Kroatien:

Werkzeug

Ersatzteile

Ansonsten packe ich immer noch ein paar alte Lappen, Einweghandschuhe, ein Kettenöl und ein Kriechöl (z. B.WD-40) ein.

Wie man sieht, habe ich also fast meine komplette Liste für die heimische Mini-Bike-Werkstatt dabei 😂.

Die richtige Ausrüstung

Ok, die Räder sind an Bord, Werkzeug und Ersatzteile sind eingepackt. Was fehlt? Na klar, die richtigen Klamotten.

Dazu will ich gar nicht viele Worte verlieren. Wichtig ist einfach nur, dass man sich den vermutlichen Gegebenheiten im Urlaub anpasst. Und wenn man viel und in unterschiedlichen Regionen unterwegs ist, kann das auch bedeuten, dass man für ganz unterschiedliche Temperaturen und Witterungen einpacken muss.

Letzten Sommer gab es bspw. eine Periode in der es in Kroatien extrem heiß war. Knapp 40 Grad. Da war mir meine normale MTB-Shorts einfach zu warm und ich hätte gerne einfach nur eine kurze Tight dabei gehabt. Aber wer steigt schon bei 40 Grad aufs Rad… 🙈

Im gleichen Urlaub waren wir noch in Österreich. Auf über 2.000 Metern war es wiederum recht frisch. Dafür war ich dann zum Glück gerüstet.

Neben der Kleidung müsst ihr natürlich überlegen, was ihr sonst benötigt. Downhill oder Cross Country? Was für (zusätzliche) Protektoren sind notwendig?

MTB-Tourenplanung im Urlaub

Zu Hause kennt ihr vermutlich eure Touren in- und auswendig. Aber im Urlaub werdet ihr häufig an Spots kommen, wo ihr zum ersten Mal seid und wo es vielleicht keine geführten Touren gibt, denen ihr euch anschließt.

Zum Glück gibt es Smartphones, das Internet und großartige Portale und Apps.

Streckenfindung und Routing

Zu meinen Lieblingsplattformen zählt definitiv GPSies. Hier findet ihr einfach eine riesige Auswahl an Strecken inklusive einer guten Suchfunktion. Aber auch andere Plattformen wie Strava, runtastic oder komoot haben immer mehr Routen von Usern, an denen man sich orientieren kann.

Ich suche mir am besten immer vorher passende Strecken raus und übertrage diese dann auf mein Smartphone in eine entsprechende App, die – ein zumindest rudimentäres – Routing unterstützt. Die oben genannten Apps von Strava, runtastic und komoot können so etwas beispielsweise.
Weiterhin kann man oft eigene Routen anlegen. Aber dafür sollte man besser einen Rechner nutzen. Das funktioniert am Smartphone einfach nicht.

Wichtig finde ich vor allem, dass man sich den Workflow, wie man eine gefundene Strecke in die Routing-App bekommt, vorher anguckt. Die Webseite von GPSies hat bspw. diverse Export-Möglichkeiten. Aber wenn ihr nur ein Handy zur Verfügung habt, kann es zum Problem werden, wenn ihr die Strecke in einer anderen App nutzen wollt.

Smartphone-Halterung

Super praktisch finde ich zudem eine Smartphone-Halterung. Damit könnt ihr euer Smartphone idealerweise am Lenker oder Vorbau anbringen und so der Route optimal folgen. Nehmt aber ggf. einen Zusatzakku mit. Das Routing kostet teilweise ordentlich Strom und meistens möchte man das Display auf maximale Helligkeit stellen.

Dazu habe ich vor längerem einen Artikel geschrieben: Smartphone-Halterung und Zusatzakku am Mountainbike.

Nicht übertreiben

Zuletzt kann ich nur den Tipp geben, dass man sich nicht zu viel vornehmen sollte. Es hat sich schon oft herausgestellt, dass die geplanten Routen dann doch nicht perfekt gepasst oder sich die Wege als einfach viel schwieriger dargestellt haben. Am besten sollte man auf Überraschungen vorbereitet sein und sei es nur durch ein vernünftiges Zeitmanagement.

Außerdem haben wir ja Urlaub, da muss man nicht täglich Rekorde brechen, sondern kann einfach mal das Biken genießen. 😉 🏝

In jedem Fall kann ich es nur empfehlen, im Camping-Urlaub nicht auf das eigene Bike zu verzichten. Selbst wenn man nachher gar nicht so viel gefahren ist, wie man ursprünglich wollte, sind es immer tolle Erlebnisse und Eindrücke. Und wer möchte nicht mal nach einer harten Tour direkt ins Mittelmeer springen. 😎

Und dann kann man das Bike ja auch noch für ganz andere Touren nutzen…

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