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Biken im Herbst und Winter

There is no off season – Mountainbiken und Rennrad fahren im Herbst und Winter

Münsterland
Für die meisten Radfahrer sind Frühling und Sommer die Jahreszeiten, in denen viel gefahren wird. Aber meiner Meinung nach gibt es keinen Grund, das Rad im Herbst und Winter im Keller verschwinden zu lassen. Auch diese Jahreszeiten haben ihre schönen Seiten und Herausforderungen.

Saisonende?

Hier in Münster scheint mit dem Münsterland Giro Anfang Oktober die Radfahrsaison für viele beendet zu sein. Und das nicht nur bei Rennradfahrern, sondern auch bei Mountainbikern ist irgendwann mit dem Herbst Schluss.

Das scheint nicht nur hier im Münsterland so zu sein. Instagram und Twitter sind Anfang Herbst und den ganzen Winter über voll mit Beiträgen von Radfahrern, die sich über das öde Training auf der Rolle oder im Fitnessstudio auf dem Spinning-Bike beschweren.

Zudem findet man jetzt quer durch alle Bike-Magazine Artikel darüber, wie man in den kalten und manchmal nassen Jahreszeiten sein Gewicht hält und ohne Rad fit bleibt…

Warum aber nicht einfach weiter draußen fahren?

Radfahren durch die Jahreszeiten

Ja, zugegeben, ich fahre auch lieber bei angenehm warmen Temperaturen, an sonnigen und trockenen Tagen Rad. Aber erstens fahre ich einfach unglaublich gerne sowohl Mountainbike als auch Rennrad sowie einfach in der Stadt mit meinem Alltagsrad. Warum soll ich also das halbe Jahr darauf verzichten?

Radfahren im Herbst

Wenn ich mir den aktuellen Herbst angucke, dann bin ich mir manchmal gar nicht so sicher, ob ich lieber im Sommer fahre. Zahlreiche Sonnentage und Temperaturen bis kapp an die 20 Grad. Zudem eine traumhafte Kulisse in den Wäldern mit Blättern in den schönsten Farben.

Insbesondere die Temperaturen sind im Herbst doch ideal für sportliche Aktivitäten. Man schwitzt sich nicht zu Tode, aber zu kalt ist es auch nicht. Außerdem ist – insbesondere im Wald – viel weniger los und man hat viele Strecken und Trails für sich.

Radfahren im Winter

Eiskalt? Gefrierender Atem? Schnee? Geil!

Im Winter sind die Schneetage bei uns in der Region leider mittlerweile eine echte Seltenheit. Dabei liebe ich gerade diese, um mich draußen in der Natur zu bewegen. Kommt jetzt noch Sonne dazu, hat man einen perfekten Tag, den ich am liebsten auf dem Mountainbike verbringen.

Nie käme mir in den Sinn solche Tage gegen Indoor-Cycling zu tauschen. Und als Segler weiß ich natürlich auch „Es gibt kein falsches Wetter, nur falsche Kleidung”.

Was muss man im Herbst und Winter beachten?

Das Rennrad ist sicherlich das Sportgerät, welches nicht allen Gegebenheiten problemlos trotzen kann. Aber mit alternativen Reifen kann man auch in den kälteren Jahreszeiten viel Spaß haben. Oder man wechselt auf ein Cyclocross-Rad.

Mit dem Mountainbike ist man natürlich absolut flexibel. Für diese Bikes gibt es per se schon keine off season. Eigentlich kommt man hier mit dem normalen Setup in der Regel durch alle Jahreszeiten, aber ein paar Teile sind schon ganz nützlich:

  • Mud Guard Schutzbleche, ich habe z. B. eins von Marsh Guard und bin damit sehr zufrieden
  • Reifen für Schlamm und Schnee
  • eine Beleuchtung sollte immer dabei sein

Bei der Kleidung muss man sich natürlich anpassen. Thermo-Kleidung, gute Handschuhe, Schuhüberzieher… Je nach Wetter und persönlichem Kälteempfinden. Zwei Tipps: Zieht euch zu Beginn nicht zu warm an. Testet erst mal ein paar Kilometer und habt was zusätzliches im Gepäck. Zwiebelprinzip ftw! Zieht bei kühleren Temperaturen ein einfaches Buff unter den Helm. Über den Kopf kühlt man schnell aus.

Je nach Wetter bietet es sich an, die Touren kürzer zu planen. Besser wenig, dafür draußen!

So schön die bunten Blätter und eine leichte Schneedecke auch sind, seid vorsichtig. Hierunter können sich Dinge verstecken, die zur Gefahr werden – Rinnen, Wurzeln, … Lieber das Tempo runter.

Alternativen erlaubt!

Natürlich verteufele ich Alternativen zum Radfahren im Herbst und Winter überhaupt nicht. Hauptsache Sport :) Ihr findet mich in diesen Jahreszeiten auch vermehrt in Spinning-Kursen im Fitnessstudio oder bei alternativen Sportarten.

Dennoch versuche ich so viel Zeit wie möglich auf meinen Fahrrädern zu verbringen. Allein den Weg zur Arbeit – der zurzeit nicht lang ist – fahre ich kompromisslos bei jedem Wetter. Aber auch Rennrad fahren und Mountainbiken ist im Herbst und Winter oft einfach großartig.

In diesem Sinne…

There is no off season

Wie schön der Herbst auf dem Mountainbike sein kann, seht ihr bspw. im Beitrag von BellCreekBiking zur Herbstrundfahrt 2016 und in meinem Video dazu oder im Video zum Mountainbiken in Steinfurt.

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Kommentare

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  1. Olli (mtb-ms.de)
    30.01.2018, 11:01 Uhr

    Hi Dieter,

    schön, dass dir mein kleiner Blog gefällt ☺️.

    In der Stadt bin ich zwar nicht mit einem Fixie, aber mit einem Singlespeed unterwegs (https://mtb-ms.de/singlespeed-umbau/).

    Für mich gibt es im Winter dabei 3 Punkte zu beachten:
    – Rad
    – Kleidung
    – „Fahrtechnik“

    Im Winter würde ich beim Rad sicherstellen, dass du gut gesehen wirst (und auch selber gut siehst). Sprich (Steck-)Licht und Reflektoren.
    Schutzbleche (ggf. zum Stecken) helfen, dass man sich nicht komplett einsaut 😉.
    Ansonsten könntest du für die Wintermonate die Mäntel wechseln. Das mache ich gelegentlich. Die schmalen Reifen sind ja schon recht „rutschig“. Hier kannst du bspw. Reifen aus dem Cyclocross-Bereich nehmen.

    Wenn man nass wird oder friert macht das Ganze natürlich auch nicht so viel Spaß. Ein paar gute Handschuhe, eine Regenjacke und -hose schaffen da schon Abhilfe.

    Bei Regen oder Glätte/Schnee, kannst du auch nicht so fahren, wie du es auf trockener Fahrbahn gewohnt ist.
    Zum einen solltest du einfach die Geschwindigkeit entsprechend anpassen und in Kurven besonders aufpassen. Liegt Laub auf der Straße, viel Wasser oder Eis, wird es richtig lustig 😉. Der Bremsweg verlängert sich oder man kommt ins Rutschen.
    Dafür muss man ein Bisschen ein Gefühl bekommen. Gerade das Ausbrechen zu kontrollieren, ist eine gute Fähigkeit.

    Aber immer hilft die beste Ausrüstung und Technik nichts. Ich habe mich erst neulich schön auf der Straße lang gemacht… ist aber nichts passiert 😀

    In jedem Fall fahre ich trotz aller Widrigkeiten möglichst bei jedem Wetter Rad. Mit dem Auto kommt man hier meist viel schlechter voran und man tut noch ein wenig was für den eigenen Körper.

    Hoffe, dir hilft das ein wenig! Bald wird es ja bestimmt auch wieder wärmer ☀️

    Gruß
    Olli

  2. Dieter
    24.01.2018, 04:01 Uhr

    Du Olli,

    ich verfolge deinen Blog jetzt schon seit zwei/drei Wochen und finde ihn echt interessant. Ich komme leider aus Berlin und habe deshalb nicht so die Erfahrung mit dem echten offroad mtb, habs aber schon mal im Urlaub gemacht. Naja wie auch immer, diese Woche fiel in Berlin der erste Schnee und ich fahre seit diesem Jahr mit nem Fixie auf Arbeit und wollte dich halt fragen, ob du nicht den einen oder anderen Tipp für mich hast. Ich hab mich schon mal auf hier belesen: https://www.velonest.com/de/blog/kategorie/sicherheit/sicher-im-schneechaos-risikoradeln-im-winter , wollte dich aber noch mal fragen. Vielleicht hast du ja noch nen Profi-Tipp für mich, den du mit mir teilen willst. Sonst bedanke ich mich schon mal im Voraus.

    Beste Grüße aus Berlin
    Dieter

  3. Olli (mtb-ms.de)
    12.10.2017, 03:10 Uhr

    Wir hatten hier schon länger keinen so richtig strengen Winter mehr. Kann mich gerade nicht mal erinnern, ob im letzten Winter Schnee lag 😢

    Daher bin ich eigentlich zuletzt immer mit meinen Reifen ganzjährig durchgefahren:
    – vorne: Schwalbe Magic Mary
    – hinten: Schwalbe Hans Dampf

  4. Ingo Logan
    12.10.2017, 02:10 Uhr

    Hey Olli, welche Reifen hast du für Schnee und Eis gewählt? Spikes? In 500km hat die hintere Decke die Verschleißgrenze um 300km überschritten. Ich suche also Ersatz, gern auch für die kalte Jahreszeit geeignet?!