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Zuckerfrei-Challenge

60 Tage zuckerfrei! Meine Erfahrungen mit der Challenge

Nicht ganz freiwillig, bin ich Anfang des Jahres mit einer 60 Tage Zuckerfrei-Challenge gestartet. 20 Tage sind rum und ich ziehe ein erstes Fazit.

Die Weihnachtsfeiertage sind gerade vorbei und wie jedes Jahr mangelte es nicht an Essen. Insbesondere natürlich auch Süßigkeiten in jeglicher Form. 🥐🍨🍰🍫🍩🍪

Kurz vor Silvester mache ich nichts ahnend mein E-Mail-Postfach auf und da lese ich:

Zuckerfrei Challenge 2019: Anmeldung bestätigt.

Ich bin ein wenig irritiert, aber des Rätsels Lösung lässt nicht lange auf sich warten. Meine Frau kommt nämlich ins Zimmer und verkündet, dass sie UNS zur Zuckerfrei-Challenge von Sarah, einer guten Freundin, angemeldet hat. 🧐 Oh ha,…

Und mein Postfach verkündet gleich die nächste E-Mail:

Hey Oliver, wir freuen uns sehr, dass du dich für "Die zuckerfrei Challenge 2019" angemeldet hast und dich für den Start in dein zuckerfreies Leben interessierst. Ab dem 02. Januar 2019 wird die erste zuckerfrei Challenge von Rhein Biologisch und freemii starten. …

Naja, Maren und ich kennen uns wohl lange genug, so dass sie genau weiß, dass ich für so etwas immer zu haben bin 😁, auch wenn 60 Tage schon sehr „sportlich“ klingen. Zum Glück geht es ja erst am 2. Januar los, da können wir das geplante Silvester-Menü noch genießen…

Was verspreche ich mir von der Zuckerfrei-Challenge?

Zur Zuckerfrei-Challenge bin ich jetzt quasi wie die Jungfrau zum Kind gekommen. Daher musste ich erst einmal kurz überlegen, was ich mir von der ganzen Aktion verspreche.

Ein Reset nach der Weihnachtszeit kam mir als erstes in den Sinn. Mein Körper hat sich wieder einmal schnell an das üppige Nahrungsangebot inklusive Süßkram gewöhnt und hätte gerne täglich davon.

Da ich mich schon öfters mit dem Thema „zuckerfrei“ beschäftigt habe, weiß ich, dass Zucker in Lebensmitteln steckt, in denen ich es nie erwarten würde. Daher ist die Challenge sicher gut, um hier wieder ein Bewusstsein für diese „Zuckerfallen“ zu schaffen.

Außerdem weiß man ja um die Problematik von Zucker im Allgemeinen. Insbesondere von künstlich zugesetztem Zucker, vor allem Industriezucker. Zuckerfrei ist ein großer Pluspunkt für die Gesundheit. Unter anderem ist Fruktose problematisch, da diese in der Leber verstoffwechselt wird, die eigentlich für die Entgiftung zuständig ist und deren Kapazität dadurch eingeschränkt wird.
Es ist natürlich richtig, dass der Köper den Einfachzucker Glucose (Traubenzucker) für das Überleben benötigt. Allerdings müssen wir diesen dem Körper nicht direkt zuführen. Glucose kann der Körper selbst aus Kohlenhydraten, die beispielsweise in Gemüse, Brot oder Nudeln enthalten sind, herstellen.

Gerade, wenn ich viel Sport mache, könnte ich immer essen. Zucker im Allgemeinen macht nicht satt und der Hunger ist schnell zurück.

Viele würden sicher noch eine Gewichtsreduktion erwarten, aber damit habe ich keine Probleme, bzw. sollte diese nicht anstreben. 😉 Vielleicht schon eher eine positive Auswirkung auf meine sportliche Leistungsfähigkeit, bspw. durch weniger Harnsäure durch Fruktose. Wir werden sehen…

Was genau heißt „zuckerfrei“?

Zuckerfrei kann man sehr unterschiedlich auslegen. Wir halten Extreme nie für eine gute Idee. Daher werden wir nicht auf Lebensmittel verzichten, die von Natur aus Zucker enthalten. Also zum Beispiel Obst.
Klar, eine Banane kann um die 20 % Zucker enthalten, aber sie hat eben auch viele gute Inhaltsstoffe und durch die Ballaststoffe, wird der Zucker auch deutlich langsamer verstoffwechselt. Das gilt nicht für Fruchtsäfte!

Einfache Regeln

Mit der Zuckerfrei-Challenge kamen auch ein paar Infos und wir fanden die Einteilung hier ganz sinnvoll:

  • In Ordnung: Lebensmittel ohne Zucker oder die von Natur aus Zucker enthalten.
  • In Maßen: Lebensmittel, die weniger als 5% Zucker enthalten.
  • Gar nicht: Lebensmittel mit mehr als 5 % Zucker, der nicht natürlich enthalten ist.

Das Süßigkeiten Tabu sind, ist klar. Auch das meiste „Convenience Food“ fällt weg. Alkohol gibt es auch nicht. Als einfache Regeln lassen wir zudem möglichst Weißmehl, Getreideprodukte weg. Die Empfehlung, stärkehaltige Gemüse (Mais, Süßkartoffeln etc.) nur in Maßen zu essen, werden wir nicht ganz so streng umsetzen.  Zuckerersatz oder Zuckeralternativen, wie zum Beispiel Ahornsirup, lassen wir auch möglichst weg.

Zucker erkennen

Bei vielen Lebensmitteln muss man übrigens sehr genau hingucken. Es ist schon erstaunlich, wo überall Zucker drin ist, man es aber überhaupt nicht vermutet: Käse, Aufschnitt/Wurst, Fertigsalate (z. B. Krautsalat, Rotkohl), Soßen, Balsamico-Essig…

Man kommt also gar nicht drum herum, sich die Zutatenliste und die Nährwertangaben einzelner Lebensmittel zu studieren.

Hier mal ein paar Begriffe, auch nur als Wortbestandteil, nach denen du Ausschau halten kannst:

  • Zucker 😉
  • Sirup: Ahornsirup, Fruktosesirup, …
  • ose: Fruktose, Glukose, …
  • dex: Dextrose, Maltodextrin, …

Dazu kommen aber noch diverse weitere Inhaltsstoffe. Ein paar Beispiele:

Agavendicksaft, Apfeldicksaft, Aspartam (E 951), Datteln, Dicksaft, Fruchtpürree, Fruchtsaft, Johannisbrot, Magermilchpulver, Melasse, Milchpulver, Molkenerzeugnis, Saccharin (E 954)

Aller zuckerfreier Anfang ist schwer?

Als erstes haben wir erst einmal ein wenig ausgemistet. Von Weihnachten hatten wir natürlich noch diverse Überbleibsel: Schokolade, Kekse, Kuchen… Aber auch viele andere Lebensmittel mussten weichen. Das meiste haben wir einfach verschenkt.

Danach lief es eigentlich besser als befürchtet. Wir wussten, worauf wir beim Einkaufen achten mussten und was nicht zu Hause ist, kann man auch nicht essen.

Problematischer war meine erste Arbeitswoche. Schon interessant, was es hier alles an Süßkram gibt, wenn man mal darauf achtet. Dazu kamen noch zwei Geburtstage, an denen bei uns in der Regel Kuchen mitgebracht wird. Am „schlimmsten“ war aber ein zweitägiger Workshop. Eigentlich ist das bei uns nicht üblich, aber es gab Schoko-Croissants, Zimtschnecken, Quarkbrötchen, Schokolade und Weingummi. Es ist schon gemein, wenn man 8 Stunden in einem Raum mit dem Geruch von Zimtschnecken verbringen muss. Aber ich habe durchgehalten 💪🏻.

Ab und zu hat man natürlich Lust auf etwas Süßes. Da braucht es Alternativen. Bei uns sind das vor allem Obst, Nüsse und der Dinkelgrießbrei von unser 8 Monate alten Tochter 😁. Mir hat mal jemand gesagt, dass es ca. 4 Wochen dauern wird, bis auch das weniger wird.

Es war auch klar, dass wir unserer dreijährigen Tochter nicht alles verbieten werden. Zu Hause gibt es zwar nichts mehr, aber wenn sie mit anderen Kindern unterwegs ist, werden wir hier natürlich ein Auge zudrücken.

Mein bisheriges Fazit zur Zuckerfrei-Challenge

Für uns war es wichtig, dass wir nicht übertreiben, sondern entspannt mit dem Thema umgehen, aber dennoch möglichst konsequent bleiben.

Damit läuft es erstaunlich gut. Ich vermisse eigentlich nichts so richtig, bzw. höchstens mal kurzfristig. Wenn man dann aber widersteht, fühlt man sich umso besser.

Ausrutscher passieren. Ich habe zum Beispiel im Restaurant – was generell schwierig ist – wie üblich einen Espresso nach dem Essen bestellt und erst mal einen Teelöffel Zucker darin versenkt ☕️ 😉.

Insgesamt habe ich in jedem Fall nicht mehr so viel Hunger und Heißhungerattacken. Vor allem zwischendurch und später am Abend.

Sehr positiv hat sich die Zuckerfrei-Challenge übrigens auf unsere dreijährige Tochter ausgewirkt. Gerade in der Weihnachtszeit gab es viel zu viele Süßigkeiten. Da wir hier natürlich immer wieder einen Riegel vorschieben mussten, gab es gerne mal Knatsch. Nachdem wir zu Hause nichts dergleichen mehr einlagern, ist es viel entspannter geworden.

Und nach der Zuckerfrei-Challenge?

Das werden wir sehen. Noch sind es ja 40 Tage. Das Durchhalten sollte kein Problem werden. Sicher werden wir am Ende die eine oder andere neue Gewohnheit hinzugewinnen und ein höheres Bewusstsein für das Thema Zucker haben.

Die Challenge, bei der wir mitmachen, wird übrigens vom Blog Rhein Biologisch und dem Podcast/Blog freemii veranstaltet.

Wer jetzt auch Lust auf eine Zuckerfrei-Challenge hat, muss natürlich nicht bis zum nächsten neuen Jahr warten. Mit guten Vorsätzen startet man am besten immer sofort.

Und noch eine kleine Podcast-Empfehlung: Folge 45 „Ein Monat ohne Zucker“ des beVegt-Podcasts.

Kommentare

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  1. Robert Kuhl

    Zuckerfrei=Kohlenhydratenfrei
    Keine Nudeln
    Kein Brot
    Keine Hülsenfrüchte
    Mache ich seit Jahren so

    17.03.2019, 06:03 Uhr