search facebook instagram twitter google youtube rss comment
MTB-Rucksack Camelbak Lobo

CamelBak Lobo: Kleiner Rucksack mit Trinkblase für Mountainbike-Tagestouren

Zubehör
Du suchst einen kleinen Bike-Rucksack unter 10 Litern? Vielleicht wirst du mit dem Camelbak Lobo glücklich. Hier mein Erfahrungsbericht nach über zwei Jahren Nutzung.

Lange Zeit bin ich auf dem MTB mit einem 16-Liter-Rucksack unterwegs gewesen. Aber eigentlich war mir der bei Tagestouren immer etwas zu groß. Vor allem im Sommer konnte ich diesen nicht ausfüllen, so dass die wenigen Gegenstände immer hin und her wackelten. Zudem war die große Rückenfläche des Rucksacks wärmetechnisch nicht ideal.

Anfang 2015 habe ich mich daher auf die Suche nach einem neuen, kleinen Rucksack unter 10 Litern gemacht.

Meine Anforderungen an einen kleinen Bike-Rucksack

Der Rucksack sollte folgenden Anforderungen genügen:

  • groß genug für die Ausrüstung bei Tagestouren (siehe unten)
  • dabei möglichst klein, leicht und mit nicht allzu großer Rückenpartie
  • guter Sitz, auch bei ruppigen Trails
  • Aufnahme einer Trinkblase mit mindestens 2 Litern
  • mehrere Fächer für einen schnellen Zugriff auf das Gepäck

Ich habe mir in der Folge diverse Rucksäcke unter 10 Litern angeschaut, bspw. von Vaude, evoc und Osprey. Am meisten hat mich aber der Lobo von CamelBak überzeugt.

Da ich diesen Rucksack seit April 2015 beim Mountainbiken, bei längeren Rennradtouren und gelegentlich ebenfalls beim Wandern im Einsatz habe, kann ich auf über zwei Jahre Erfahrung zurückblicken. Ein guter Zeitraum für eine fundierte Bewertung wie ich finde.

Schön ist dabei, dass es den Bike-Rucksack seitdem in Neuauflagen gibt.

Produkteigenschaften des Lobo

Abmessungen: 47 x 20.5 x 12.5 cm
Gewicht: 635 g
Fassungsvermögen: 6 Liter
Fassungsvermögen (Trinkblase): 3 Liter
Meine Farbe: Electric Blue/Sulphur Springs
Hüftumfang: 66-116 cm
Torso: 43-53 cm

Das aktuelle Modell (2017) des CamelBak Lobo ist mit 480 g noch mal deutlich leichter.

Erfahrungsbericht

Verarbeitung

Die Verarbeitung kann ich nur loben. Der Rucksack musste bei diversen Bike-Touren und Wanderungen einiges einstecken und selbst nach über zwei Jahren hat er keine offenen Nähte, keine Risse oder Löcher, die Farbe ist nicht ausgeblichen, die Pads sind noch top.

Wenn ich Punkte vergeben würde: volle Punktzahl!

Größe: reichen 6 Liter bei einem MTB-Rucksack?

16 Liter waren mir in der Regel zu viel, aber ich war schon unsicher, ob ein 6-Liter-Rucksack reichen würde. Ich kann nur sagen, ich bin bei einer Tagestour fast nie wieder mit einem anderen Rucksack gefahren. Selbst im Winter, konnte ich zusätzliche Klamotten immer irgendwie befestigen und transportieren.

Wenn man die Trinkblase weglässt, hat man natürlich noch mal deutlich mehr Stauraum, als wenn man mit den vollen 3 Litern fährt.

Der Lobo hat im Prinzip vier Fächer:

  • Fach für die Trinkblase direkt am Rücken
  • davor ein großes Hauptfach
  • ein oben offenes Fach, welches mit mit Gurten „geschlossen“ wird
  • ein Frontfach mit drei zusätzlichen Taschen und einem Clip für Schlüssel o. ä. („Bike Tool Organizer Pocket“)

Durch die Aufteilung in verschiedene Fächer – was bei diversen Rucksäcken in der Größenordnung ein Manko ist – kommt  man gut an alles dran, ohne andere Dinge auspacken zu müssen.

Was packe ich in den Rucksack?

An kalten oder regnerischen Tagen kommt dann ggf. noch eine Regenjacke, ein Longsleeve o. ä. dazu, aber im Wesentlichen habe ich Folgendes dabei:

  • Werkzeug/Minitool
  • kleinere Ersatzteile

    Ersatzkettenglied/Kettenschloss, Nietstifte, Schaltauge, Draht, Kabelbinder

  • Flickzeug
  • Ersatzschlauch
  • Luftpumpe
  • Erste Hilfe Set
  • Notlicht

    Für Touren bei möglicher Dunkelheit.

  • diverse Kleinigkeiten

    Schlüssel, Taschentücher, Geld, …

  • Bandana
  • etwas zu Essen

Passform und Sitz

Ich finde den Rucksack sehr angenehm zu tragen. Besonders die schmale Rückenpartie gefällt mir gut, da so der Rücken quasi besser belüftet wird. Besonders im Sommer schön.

  • Das Rückenteil besteht aus acht Polstern aus EVA-Schaum mit Belüftungskanälen dazwischen, auch wenn ich nicht glaube, dass das viel bringt, wenn er eng am Körper anliegt ?
  • Die Schultergurte finde ich klasse. Breit genug für einen stabilen Halt und bei mir sitzen sie ergonomisch optimal. Der Brustgurt ist höhenverstellbarer und elastisch.
  • Die Hüftgurte sind mit 2 cm recht schmal und haben nicht wie bei anderen Rucksäcken noch extra Pads an der seitlichen Hüfte. Das ist bei dem geringen Gewicht aber kein Problem. Zusätzlich können die Gurte abgenommen werden.

Die Gurte lassen ein gutes Einstellen auf die Träger zu und bieten meiner Meinung nach einen sehr guten Halt. Auch auf ruppigen Trails hatte ich mit dem Rucksack keine Probleme

Zudem gibt es noch einen Haken zur Befestigung eines Helms und eine Schlaufe für ein Rücklicht – zumindest habe ich die dafür ab und zu genutzt. Er hat natürlich wie fast jeder Rucksack ebenfalls oben eine Schlaufe zum Tragen oder Aufhängen.

Für die Sichtbarkeit sind übrigens ein paar reflektierende Elemente angebracht.

Trinkblase

Das erste Mal hatte ich beim Skifahren einen Rucksack mit Trinkblase. Dies hat mir so gut gefallen, dass ich das auch für’s Mountainbiken haben wollte. Auch hier ist es einfach praktisch.

Gerade im Sommer ist es natürlich wichtig, dass man während längerer Touren ausreichend trinkt. 2 Liter waren meine Mindestanforderung und die Trinkblase, die beim Lobo mitgeliefert wird (CamelBak Antidote), fasst sogar 3 Liter.

Beim Material handelt es sich zwar wie üblich um irgendeine Art Plastik, aber zumindest frei von BPA und BPS.

Der Einfüllbereich ist schön groß und die Trinkblase kann auch befüllt werden, wenn sie sich im Rucksack befindet. Der Drehverschluss klemmt allerdings hin und wieder. Im Inneren ist die Trinkblase mit ein paar „Lamellen“ gestützt, so dass sie befüllt ihre Form gut hält. Das macht allerdings die Reinigung ein wenig schwieriger.

Der Trinkschlauch wird mit einem praktischen Clip-System an der Trinkblase befestigt. Das Mundstück ist ein typisches Beißventil.

Ganz nett ist der Magnetic Tube Trap™ – ja, scheinbar braucht man dafür einen fancy Namen. ? Dabei handelt es sich um einen magnetischen Clip, der am Schlauch befestigt wird und der sein Pendant am Schultergurt hat. So baumelt der Schlauch beim Fahren nicht rum, kann aber schnell und einfach abgenommen werden, um bequem zu trinken.

Auch bei der intensivsten Reinigung und wenn man die Trinkblase nur mit Wasser befüllt, muss man diese irgendwann aus hygienischen Gründen ersetzen. Man bekommt von meinem 2015er Modell zwar noch vereinzelt das Trinkblasenmodell Antidote, aber mittlerweile wird der Rucksack mit dem Modell CRUX ausgeliefert.

Letzteres hat leicht andere Maße, passt aber auch in den „alten“ CamelBak Lobo.

Fazit

Insgesamt bin ich super zufrieden mit dem CamelBak Lobo und kann ihn klar empfehlen, wenn man einen kleinen, kompakten Rucksack sucht.

Ein Raumwunder ist er aber nicht. Daher sollte man genau schauen, was man auf seinen üblichen Touren so dabei hat und ob einem daher das Platzangebot ausreicht.

 

Hier noch mal das Produktvideo von CamelBak zum Lobo 2015:

Der Artikel ist Teil der Serie Tests
Ich habe in diesem Artikel Affiliate-Links verwendet und mit einem * gekennzeichnet. Wenn du über diesen Link bestellst, erhalte ich eine Provision vom Verkäufer. Für dich entstehen dabei keine Mehrkosten! Ich verlinke nur Produkte, die ich selber nutze und empfehlen kann!

Das könnte dich auch interessieren

Kategorien

Kommentare

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.