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Startblock A beim Münsterland Giro 2019

Mein Münsterland Giro 2019 – Einmal nicht aufgepasst und zack waren alle weg

3. Oktober 2019, ich habe das Gefühl, es liegt ein Hauch von Kettenfett in der Luft und früh morgens hört man statt der Singvögel das Surren von Freiläufen. Giro-Time in Münster!

🏁 Auf geht's zum Start

Kurz nach 7 Uhr, frisch ist es… Schnell noch ein Foto für Insta gemacht und dann schwinge ich mich auf mein Rennrad, um meinen Arbeitskollegen Johannes einzusammeln. Gemeinsam fahren wir einmal quer durch Münster zum Start des Münsterland Giros 2019 an der Regina-Protmann-Straße. Knapp 20 Minuten die Beine anwärmen. Wie üblich, bleiben wir nicht lang allein. Nach und nach sammeln wir weitere Fahrer:innen auf, die das gleiche Ziel haben.

Schon auf dem Weg hat man die Atmosphäre aus Vorfreude, Spannung und Panik, dass die Vorbereitung nicht ausreichend war 😁, spüren können, und am Start wird diese richtig greifbar, denn als wir ankommen, ist schon einiges los. Wir bahnen uns den Weg zum Startblock A. Nicht, weil wir so schnell wären. Nein, dieses Jahr wurden die Startblöcke in der Reihenfolge der Anmeldungen vergeben 😉.

💨 Von Beginn an Tempo

Johannes und ich warten mit den über 1.700 anderen Teilnehmern auf den Startschuss zu den rund 100 Kilometern beim Cup der Westfälischen Provinzial. Die Temperaturen liegen irgendwo bei knapp unter 10 °C und es nieselt zwischendurch ein wenig. Und auch wenn die Aussichten nicht viel Besserung versprechen, kann das der guten Laune keinen Abbruch tun.

Während sich die Gespräche noch um das Wetter, mangelnden Schlaf und den Wunsch nach einem weiteren Kaffee drehen, fällt plötzlich – völlig pünktlich – der Startschuss.

Kurz nach der Startlinie geht es in die erste Kurve und das Tempo wird direkt angezogen. Auch im Zentrum Nord sind ein paar Kurven in der Strecke, bei denen wir sehr aufpassen müssen, nicht sofort den Anschluss zu verlieren.

🚴‍♂️ Flach zum Teuto

Nach dem anfänglichen Zickzack finden wir eine Gruppe mit der wir Münster hinter uns lassen und uns auf flacher Strecke Richtung Teutoburger Wald begeben.

Dieses Jahr habe ich kaum Zeit auf dem Rennrad verbracht und schon gar nicht Zeit in irgendeine Art von Vorbereitung investieren können. Familie, Job(s) und eine Haussanierung waren dann doch mehr als genug, um keine ausgedehnten Touren zuzulassen.

🚵‍♂️ Platt am Berg

Die fehlende Fitness macht sich in der Ebene noch nicht so bemerkbar, aber als wir in Lengerich in die Bergstraße einbiegen, habe ich auf dem knapp 1,5 km langen Anstieg zu kämpfen, wie noch nie. Oben auf Höhe des Hermannsweg angekommen, bin ich ganz schön platt. Aber das ging scheinbar heute nicht nur mir so. Die ehemal große Gruppe wurde durch den Anstieg komplett aufgelöst.

Zum Glück finde ich nach kurzer Zeit wieder eine kleine Gruppe aus vier Fahrern, mit denen ich zusammen die Aufholjagd auf die nächst größere Gruppe starte.

😱 Plötzlich allein

Nach wenigen Kilometern kommt auch wieder eine Gruppe in Sicht. Das motiviert. Wir wechseln uns mit der Führungsarbeit ab und kommen dieser Stück für Stück näher. Ungefähr auf der Hälfte der Strecke, die parallel zum Teuto verläuft, haben wir die Gruppe so gut wie eingeholt. Ich fahre vorne und es sind vielleicht noch 100 Meter zum Letzten der Gruppe. Ein letzter Führungswechsel und der wird mir zum Verhängnis.

Gedanklich schon bei einer Verschnaufpause im Windschatten der großen Gruppe, nehme ich beim Führungswechsel nicht rechtzeitig wieder Geschwindigkeit auf. Plötzlich klafft eine Lücke zwischen mir und meinen Mitstreitern. Meine Beine, immer noch Platt von der Fahrt im vollen Wind, können nicht mehr die Kraft aufbieten, um den Anschluss zu finden. So falle ich Meter um Meter zurück und muss zusehen, wie die anderen vier zur großen Gruppe aufschließen.

👀 Warten auf Rettung

Keine Chance. Nach vorne ist der Anschluss verloren und ich sehe, wie mein Tempo auf knapp unter 30 km/h fällt. Ich blicke mich um. Die Strecke ist gut einsehbar, aber weit und breit ist kein anderer Rennradfahrer zu sehen und auch die Gruppe vorne verschwindet langsam aus meiner Sicht. Tja, dumm gelaufen.

Wenigstens ist das Wetter wieder besser und ich beschließe das Ganze sportlich zu nehmen. Aus Fehlern lernt man.

🙌 Mit Verstärkung zurück nach Münster

Nachdem ich den Kamm des Teutos noch einmal allein überquert habe, höre ich von hinten endlich lautes Surren von vielen Rädern. Und kurze Zeit später lasse ich mich von einer großen Gruppe aufsaugen. Ich bin froh über den Windschatten und lasse mich etwas erschöpft bis zurück nach Münster ziehen.

Wie immer, greifen einige aus dem Gruppenzentrum heraus kurz vor dem Ziel noch mal an. Und wie so oft kommt es zu Stürzen. Dieses Verhalten erschließt sich mir einfach nicht. Naja, ich bin nach insgesamt 106,69 km und 2 Stunden und 52 Minuten happy im Ziel des Münsterland Giros 2019.

Später am Tag folgt noch das eigentliche Highlight: Der Girolino bei dem meine älteste Tochter an den Start geht 🤩.

Mein Münsterland Giro 2019 auf Strava

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