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Im Ziel des Münsterland Giro 2018

Das war mein Münsterland Giro 2018

Münsterland
3. Oktober, Tag der Deutschen Einheit, sonnig und knapp zweistellige Temperaturen. Ein perfektes Setup für die 13. Auflage des Sparkassen Münsterland Giros. Nur warum bin ich so furchtbar müde…

Warum habe ich mir eigentlich einen Wecker (6:30 Uhr) für den Renntag des Giros gestellt? Mit zwei kleinen Kindern (4 Monate und 3 Jahre) absolut unnötig ?.

Gegen 2:30 Uhr wird die Kleine wach, um 4:10 Uhr beschließt die Große, dass sie doch bei Mama und Papa im Bett schlafen möchte und gegen 5:30 Uhr beginnt die Kleine den Tag damit jedes Geräusch von sich zugeben, was ihre Stimme so hergibt. Naja, alles irgendwie süß ? und an so einem Tag irgendwie egal. Team Aufregung und Adrenalin übernehmen den einen Teil und den Rest richtet der Kaffee ☕️.

So sitze ich jedenfalls kurz vor sechs in halber Rennradmontur im Kinderzimmer, trinke Kaffee und bespaße meine kleine Tochter. Und dann gab es noch lecker eingeweichte Haferflocken mit matschiger Banane. In zwei Monaten kann die Kleine das direkt mitessen. mmmmh ?

Auf geht's zum Start

Etwas verspätet rolle ich mit meinem Rennrad zum knapp 5 Kilometer entfernten Start. Der Block C ist schon voll, also stehe ich mit ein paar anderen vor dem Eingang und warte, bis das Feld vorrückt und wir uns dann ebenfalls hinten einreihen können. Wird schon passen.

Pünktlich um 8:35 Uhr fällt der Startschuss für Block A und wenige Minuten später geht es auch für Block C auf die rund 95 Kilometer lange Strecke beim Münsterland Giro 2018.

Gegenwind, erste Anstiege und wo ist eine geeignete Gruppe

Dass der Start ganz am Ende vom Block doch ein kleines Problem ist, merke ich ziemlich schnell. Es findet sich nämlich keine richtige Gruppe. Die einen fahren viel zu langsam, andere recht schnell, aber irgendwie ohne Plan. So kommt es, dass ich mich bei direktem Gegenwind ständig allein von Fahrer zu Fahrer durchhangele. Das kostet schon mal ein paar Körner, aber ist ja auch ein Wettkampf ?.

Zum Glück schiebt sich das Feld auf den ersten Anstiegen ab dem Stevertal ein wenig zusammen. Anstiege mag ich eh lieber, als Geballer auf gerader Strecke. Und so habe ich dann kurz hinter dem Longinusturm endlich mal eine Gruppe gefunden, die ein ordentliches Tempo anschlägt.

Zuschauer und weitere Anstiege

Spätestens ab Darup ist verhältnismäßig viel Publikum an der Strecke, auch viele Kinder sind dabei. Das motiviert doch noch einmal richtig für die anstehenden Hügelpassagen ??.

Erst geht es in Darup hoch, dann ein längerer Anstieg ab zur Weissenburg und spätestens oben am Schöppinger Berg, weiß man, was man getan hat. Aber wie gesagt, ich mag Anstiege und wenn man mitten am Anstieg hört, wie einer sagt

Wie kann mich denn einer mit einem Stahlrahmen überholen?!

… motiviert das noch einmal zusätzlich ?.

Abwärts, einmal noch hoch und dann ab nach Münster

Hinter Schöppingen ging es dann über Horstmar und Laer bis kurz vor Nienberge erst mal mehr oder weniger nur runter. Und ab hier hatten wir ebenfalls Rückenwind, sodass die Geschwindigkeit die 40 km/h eigentlich nie unterschritten hat. Hier musste ich aber höllisch aufpassen, nicht die Gruppe zu verlieren. Die Gefahr war nach kleinen Schikanen, wie Kreisverkehren o. ä. doch recht hoch.

Am Vorbergs Hügel vor Nienberge stand dann der letzte Anstieg des Münsterland Giros an. Kurz davor habe ich in einer engen Kurve mit einem anderen Fahrer ein wenig den Anschluss verpasst. Zu zweit haben wir dann versucht aufzuschließen. Leider ließ der Kollege abreißen und ich war kurz etwas ratlos, ob ich mich auch zurückfallen lassen sollte.

Auf den ersten Metern des Anstiegs habe ich dann aber doch beschlossen aus dem Sattel zu gehen und Vollgas zu geben, um den Anschluss an die Gruppe zu finden. Oh mein Gott, das hat richtig gekostet und ich glaub ich hab kurzzeitig komische Geräusche von mir gegeben ?, aber es hat sich gelohnt.

Die letzten Kilometer ins Ziel

Mit der Gruppe bin ich dann die letzten Kilometer die Steinfurter Straße entlang Richtung Ziel geballert. Dabei musste, wie schon vor zwei Jahren, erst mal ein PKW auf unserer Strecke wenden… Ohne Worte!

Vor dem Ziel, entlang des Schlossplatzes habe ich dann das Tempo rausgenommen, um endlich mal die Zieleinfahrt zu genießen und nicht wie in den letzten Jahren noch mal einen Sprint anzusetzen. Ich kann hier eh keinen Blumentopf gewinnen ?.

Und dann war ich auch schon über die Ziellinie ???. Mega! ?

Jetzt erst mal ein alkoholfreies Bierchen und eine Portion Pasta. Ich denke, das habe ich mir verdient.

Tolle Organisation und Danke!

Das war es also, mein Debut auf der 95-Kilometer-Strecke beim Münsterland Giro. Ich bin absolut zufrieden. Die Strecke hat mir richtig gut gefallen.

Wieder einmal ein perfekt Organisiertes Event. Vielen Dank an das Team vom Münsterland Giro ??!!

Und ein Dank geht natürlich ebenfalls an die vielen Helfer! Entlang der Strecke haben viele nicht nur ihren „Job“ gemacht, sondern uns Fahrer noch mal richtig ordentlich angefeuert. ??

Wir sehen uns 2019 zur 14. Auflage des Sparkassen Münsterland Giros!

Der Artikel ist Teil der Serien Radrennen, Sparkassen Münsterland Giro
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